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Zentrales Datenmonitoring für regionale Demonstrationsvorhaben zur Elektromobilität in Deutschland

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die Ingenieurgruppe IVV beauftragt, das „Zentrale Datenmonitoring und Datenerhebungskonzept für regionale Demonstrationsvorhaben Elektromobilität des Bundes“ (ZDM) zu entwickeln und zu betreiben. Bei Fragen zur Fahrzeugtechnik wird IVV von der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH (fka) mit Sitz in Aachen beratend unterstützt.
 

Das ZDM umfasst sowohl die Projekte der Modellregionen Elektromobilität als auch die vom Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi), vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom BMVI gemeinsam finanzierten Projekte der Schaufenster Elektromobilität.
 

Der Datenbestand in den Modellregionen ist im Wesentlichen geprägt durch die standardisierte Datenabfrage für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur, die seit 2012 durchgeführt wird (sog. Quartalsabfrage), und die standardisierte Datensammlung fahrtenscharfer Informationen von elektrisch angetriebenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie Bussen. Dabei werden beispielweise Informationen zu Fahrtweiten, Energieverbräuchen und Einsatzzwecken der Fahrzeuge aufgenommen. Des Weiteren liegen Daten aus diversen Umfragen vor, z.B. zur Nutzerakzeptanz, zum Engagement der Kommunen in Sachen Elektromobilität (Städtebefragung des DIFU) und zu unterschiedlichen Maßnahmenbewertungen.
 

Im Vorfeld der Datenaufnahme in den Schaufenster-Projekten wurden im Interesse einer möglichst strukturierten und standardisierten Datenerfassung sog. Minimaldatensets (MDS) in den Bereichen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Nutzer (privat und gewerblich), Sonderfahrzeuge und Zweiräder entwickelt. Die Minimaldatensets wurden anschließend mit Fahrzeugherstellern, Ladesäulenbetreibern und projektbeteiligten Forschungsinstituten diskutiert und abgestimmt. Bei den Pkw und leichten Nutzfahrzeugen konnten bislang über 600.000 Fahrtprotokolle aufgenommen werden. Für Ladeinfrastruktur liegen bislang Daten zu etwa 50.000 Ladevorgängen vor.
 

Seit August 2015 werden auch Daten vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) in der ZDM-Datenbank abgelegt. Dabei handelt es sich um Daten zu Bestand, Neuzulassungen und Besitzumschreibungen von Elektrofahrzeugen ab 2013 (Pkw, Nutzfahrzeuge/Lkw, Kraftomnibusse, Kräder und sonstige Kfz). Die Datenlieferung des KBA umfasst zwei Tabellen, die erste unterscheidet nach Bundesländern und Wirtschaftszweigen, die zweite nach Zulassungsbezirken und privater oder gewerblicher Nutzung. Die Datenbank wird entsprechend der KBA-Meldungen kontinuierlich aktualisiert.
 

Bestand alle E-Fahrzeuge (Stand 01.01.2015)
 

Die Datenbasis wächst kontinuierlich. Derzeit sind ca. 12 Mio. auswertbare Informationen in der Datenbank des ZDM hinterlegt (Stand März 2016).
 

Die Daten werden von der jeweiligen Begleitforschung in Modellregionen und Schaufenstern ausgewertet, um Ergebnisse über die Ebene der Einzelprojekte hinaus gewinnen zu können. Weitere Informationen und Veröffentlichungen hierzu können hier Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) oder auf der Homepage "Schaufenster Elektromobilität" eingesehen werden .

 
 
Ansprechpartner bei IVV

Dr.-Ing. Stephan Krug
Tel: 0241.94691-41
Fax: 0241.53 16 22
kru(at)IVV-Aachen.de