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StandortTOOL für den Ladeinfrastrukturausbau in Deutschland ist online.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die Ingenieurgruppe IVV beauftragt, ein Standort-Tool für den Ausbau der Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe (IAK) in Deutschland zu entwickeln. Die Ingenieurgruppe IVV wird dabei von drei Partnern unterstützt, dem Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen, dem Institut für Verkehrsforschung des DLR (Berlin) und dem Reiner Lemoine Institut (Berlin).

 

Ziel ist es, die für einen bedarfsgerechten Aufbau der Lade- und Tankinfrastruktur für die Kraftstoffe Strom, Wasserstoff und Erdgas erforderlichen Daten zu generieren und ein räumlich hochauflösendes Modell zur standortbezogenen Unterstützung von Investitionsentscheidungen zur Verfügung zu stellen. Am 18. September 2019 hat das BMVI einen ersten Meilenstein, das StandortTOOL für den Ladeinfrastrukturausbau in Deutschland, der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Was kann das StandortTOOL?

  • Das StandortTOOL erfasst und zeigt vorhandene Ladepunkte. Die Ladepunkte sind in einer interaktiven Karte auf der Webseite dargestellt.
  • Künftig sollen durch die Schaffung einer dynamischen Datenschnittstelle, an die alle Ladesäulen angebunden sind, Informationen über den Belegungszustand und den Preis in dem StandortTOOL einsehbar sein.
  • Das StandortTOOL zeigt auch den kleinräumig vorhandenen Ladebedarf (Bezugsjahr 2018) sowie den kleinräumig zu erwartenden Ladebedarf für die Prognosejahre 2022 und 2030 und bietet damit Investoren sowie Kommunen eine Grundlage bei der Entscheidung über geeignete Standorte. Das TOOL fokussiert auf den Pkw-Verkehr.
  • Die Ermittlung des künftigen (Lade-) Bedarfs erfolgt auf Basis von Verkehrsströmen, sozioökonomischen Daten sowie Nutzer- und Raumstrukturen. So kann beispielsweise für ein bestehendes Autobahnkreuz die Anzahl der Ladepunkte berechnet werden, die notwendig sind, um längere Wartezeiten an den Ladestationen zu vermeiden. Die Ergebnisse dieser komplexen Berechnungen werden praktisch und übersichtlich in Form einer Karte (Ausbaupotenzial) dargestellt.

 

Ab Ende des Jahres 2019 werden auch andere alternative Infrastrukturen (H2, LNG & CNG) in einer interaktiven Karte auf der Webseite dargestellt.

 

 
 
Ansprechpartner bei IVV

Dr.-Ing. Stephan Krug
Tel: 0241.94691-41
kru(at)IVV-Aachen.de